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5.11.08

Obama: Wir bleiben in Irak


Die Facebook-Juenger jubeln und haben ueber Nacht ein paar tausend Leute zur Online-Siegesfeier eingeladen. Obama's Rede am gestrigen Abend war bemerkenswert:
"Even as we stand here tonight, we know there are brave Americans waking up in the deserts of Iraq and the mountains of Afghanistan to risk their lives for us. [...] The road ahead will be long. Our climb will be steep. We may not get there in one year or even one term"

Keine Rede mehr von Rueckzug bis Sommer 2010.
Im Klartext: "Entgegen meiner Wahlkampfversprechen wird es innerhalb der naechsten vier Jahre keinen Irak-Rueckzug geben."

1.11.07

Ein Lob an die Struktur des Religionsunterrichts

Damals, als wir in der siebten oder achten Klasse waren, war für einige meiner Klassenkameraden und mich direkt klar: „Sobald ich 14 bin, wird Reli abgewählt.“ Das darf man ja. Ab dem 14. Lebensjahr sind Jugendliche religionsmündig. Das heißt sie können selbst entscheiden, ob sie am Religionsunterricht teilnehmen wollen oder nicht. Bis dahin obliegt die Entscheidung den Eltern. Für einen selbständigen Kirchenaustritt ist man mit 14 aber noch nicht reif genug – dafür muss man volljährig sein. Soweit so gut. Die Eltern sind für die religiöse Entwicklung ihrer eigenen Kinder zuständig – das ist Subsidiarität in Reinform. Wer sollte auch sonst zuständig sein?

Was die Eltern zu Hause an religiösem Lernen ermöglichen oder auch verhindern ist ihre eigene Verantwortung. Bei der Gestaltung des schulischen Religionsunterrichts stellt sich aber schon die Frage, wer da nun zuständig ist: Der Staat oder die Kirche? Der prominenteste Vorreiter für einen staatlichen Religionsunterricht war das Hitlerregime. Der Führer wurde als Messias verklärt und im Schulhaus mit Zwangsanbetung gehuldigt. Ein aktuelleres Beispiel ist die moralingeschwängerte Ideologie von Atomkrafthassern, Antiamerikanern, Veganern und sonstigen Dagegen-Seiern. Die Besetzung der entscheidenden Schulposten nach Parteienproporz tut ihr Übriges, dass die jeweilig herrschende politische Ideologie sich selbst reproduziert. Aus grün beschulten Kindern werden tendenziell immer mehr Grünenwähler.

Religion ist ein ordentliches Lehrfach, das heißt es gibt Noten und man kann durch Minderleistung auch sitzen bleiben. Religion gehört an die Schule. Der Staat braucht ja schließlich mündige Bürger, die ihn nachher vor überbordendem Staatsdirigismus warnen und durch Wahlen die Regierungspolitik fachmännisch bewerten. Nur wie bekommt man die Bürger mündig? Dazu braucht es eines gewissen Abstands zum Staat und seiner Ideologie. In einem sich selbstreproduzierenden ethischen Denkgebäude ist Kritik schon vom System her unmöglich. Es muss also eine externe Perspektive ran. Wer nur vom Staat den Blick beschult bekommt kann nicht kritisch auf seinen Lehrer blicken.
Das wussten auch die Väter und Mütter des Grundgesetzes. In Religionsfragen soll der Staat nicht das „wie“ regeln, sondern das „dass“. Er soll sicherstellen, dass auch nichtstaatliche Werte vermittelt werden, um sich selbst zu schützen. Laut GG Art. 7 „wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.“ Konkret heißt das: Die Religionsgemeinschaften machen die Lehrpläne und nicht der Staat.

Es handelt sich beim Religionsunterricht also um einen Raum der Freiheit vor staatlicher Einmischung. Hier sind Religionsgemeinschaften am Werk und helfen mit, die jungen Bürgerinnen und Bürger zur Mündigkeit zu erziehen. Zugegeben, die Zahl der Anbieter auf diesem Bildungsmarkt ist recht beschränkt. Eigentlich bieten nur die katholische und evangelische Kirche Unterricht an. Jüdische Klassen kommen wegen zu geringer Teilnehmerzahl regelmäßig nicht zustande und für muslimischen Unterricht fehlt nach wie vor ein einheitlicher Ansprechpartner für die Gestaltung der Lehrpläne. Aber zwei große nichtstaatliche Anbieter sind immer noch besser als eine einzige vollstaatliche Ideologieschulung.

Die Struktur des Religionsunterricht könnte als Muster auch für andere Fächer gelten. Die Kammern sind längst an den Fächern der berufsbildenden Schulen gestaltend beteiligt. Man könnte aber auch für den Sportunterricht sagen: „Der Sportunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Fachverbände erteilt.“ Das muss keinen Verfassungsrang haben, um sinnvoll zu sein. Aber das ist ein Schritt weg von einem durch und durch staatlichen Schulsystem hin zu mehr Freiheit. Je mehr Anbieter sich auf dem Bildungsmarkt tummeln, desto größer die Chance auf bessere Bildung zu geringeren Kosten.

Es ist sehr wichtig für die Schule, dass Jugendliche ab 14 Jahren den Religionsunterricht abwählen können. Dadurch ist eine hervorragende Qualitätskontrolle dieses externen Anbieters gewährleistet. Der Unterricht muss sich als sinnvoll und attraktiv erweisen, sonst wird er durch leere Klassen abgestraft. Das Abgewählt-werden-können ist auch wichtig für die Religionsgemeinschaften. Sie erfahren dadurch, wie es um ihren eigenen Nachwuchs steht und können entsprechend nachjustieren - auf Nachfrage reagieren.

Meine Klassenkameraden und ich, die wir mit 14 Jahren Religion so leidenschaftlich abgewählt haben, sind zu Beginn der Oberstufe recht zügig in den guten alten Religionsunterricht zurück gekehrt. Was die Mitschülerinnen und Mitschüler aus dem staatlich geplanten und organisierten Philosophieunterricht so erzählten, klang schon sehr merkwürdig. Für nichtchristliche Jugendliche mag das ja ein notwendiges Ersatzfach sein, aber halt wirklich nur Ersatz. Vollstaatliche Angebote - gerade in Sachen Mündigmachung - können nichtstaatliche Initiative und einen funktionierenden Markt nicht gleichwertig ersetzen.

21.5.07

Achgut via RSS

Endlich eine Lösung:
Das Blog von "Die Achse des Guten" ist nun endlich auch als RSS-Feed verfügbar. Page2RSS sei Dank!

1.4.07

Discoeffekt gefährdet Verkehr


Windkraftwerke sind zuweilen lebensgefährlich - zum Beispiel, wenn sie mit ihren rotierenden Schattenspielen Autofahrer ablenken oder erschrecken...

22.3.07

Hummer vs. Prius


Mega Hummer
Originally uploaded by Ozan™.
Alle finden CO2 doof. Darum mögen alle den Prius. Und darum hassen alle den Hummer. Mehr zum Hybrid-Fetisch verrät der Blick.
An der Universität von Connecticut gibt es jetzt eine böse Studie, die herausgefunden hat, das der Hummer eine bessere Öko-Bilanz produziert als der Prius.

11.3.07

The Great Global Warming Swindle


Wie angenehm Al Gore's "An Inconvenient Truth" für die meisten ist, gab's hier schon früher zu lesen. Eine BBC-Dokumentation räumt endlich mit dem Mythos der globalen Erwärmung auf und entlarvt die Panikmache als Lüge.

4.12.06

My 'Do You Want the Terrorists to Win' Score

Your 'Do You Want the Terrorists to Win' Score: 0%

Congratulations, Patriot! Wave your flag proudly, stand tall, and bask in the glory of George Bush's America. The terrorists will never win so long as there is a sufficient number of people like you out there. Never question, never doubt. You are on the right side. America's side. God's side. Rush Limbaugh has told you so. Rah rah, go Bush!!

Do You Want the Terrorists to Win?
Quiz Created on GoToQuiz



Gefunden bei Opinion.

14.11.06

Micheallal Moore hat Orangenhaut


cellulite
Originally uploaded by codys241.


Micheallal Moore nervt mit Spam, der auf eine häßlich Seite verweist. Der Name passt irgend wie zu dem Spammer ;-)

2.11.06

Eine sehr angenehme Wahrheit



Dass Al Gore's "An Inconvenient Truth" für die Meinungsführer dieser Welt in Wirklichkeit sehr angenehm ist, kann man bei Maxeiner Miersch nachlesen.

28.10.06

Dein Land braucht dich!

Mal wieder eine nette Kettenmail:
Liebe Staatsbürger, liebe Freunde - Patrioten!

Wir alle wissen, dass es eine Todsünde für einen Taliban-Mann ist, eine nackte Frau zu sehen - er muss dann Selbstmord begehen... ausgenommen es ist seine eigene Frau. Deswegen werden alle Frauen aufgefordert, am kommenden Samstag um 17.00 Uhr auf die Straße zu gehen, total nackt. Damit helfen sie der Regierung, unidentifizierte und unerwünschte Terroristen (sogen. Schläfer) zu identifizieren. Es wird empfohlen, mindestens eine Stunde nackt in der Nachbarschaft umherzugehen, damit der beste Anti-Terror-Effekt zustande kommt.

Alle Männer werden gebeten, vor ihrem Haus in einem Liegestuhl Platz zu nehmen und die nackten Frauen anzusehen, auch du! Damit beweist du, dass du nicht Mitglied der Taliban bist. Auch zeigst du großen Mut, nackte Frauen zu sehen... auch wenn es nicht deine eigene ist. Selbstverständlich machen die Männer das nur, um ihre Frauen im Kampf gegen den Terror zu unterstützen!

Weil Taliban auch keinen Alkohol akzeptieren, sollte ein kaltes Bier in deiner Hand die deutliche und gesunde Anti-Terror-Haltung zeigen.

Unsere Regierung weiss diesen Einsatz der Bürger sehr zu schätzen und dankt auch dir schon jetzt für deine Hilfe im Kampf gegen den Terror.

Es ist Deine verdammte patriotische Pflicht, diese Mail weiterzuleiten!

14.10.06

Dummschwätzer Kerry und Versager Bush

Es langweilt mich, ca. fünf mal am Tag einen Hinweis gemailt zu bekommen, dass Google bei der Suche nach "failure" auf die Website des US-Präsidenten verweist. Das war ein Wahlkampf-Gag von Anti-Republikaner. Dabei handelt es sich um eine "political Google bomb". Die gibt's übrigens auch anders herum: Bush-Herausforderer John Kerry ist als "Dummschwätzer" zu finden.

13.9.06

GEZ - Jetzt reicht´s!

Nicht auch noch auf PC und Handy!
Es ist ja schon nicht einzusehen, warum man Programme bezahlen muss, die man nicht sieht, aber jetzt auch noch Wege zu zahlen, die sowieso unattraktiv sind: NEIN!
Ich habe gerade als 2499. gegen diesen Gebührenwahnsinn unterschrieben.

23.11.05

Arbeitsverbote für homosexuelle Priester

Die Geschichte ist zwar nicht neu, kochte aber gerade hoch, darum ein bißchen Chronologie:


focus.msn.de
am 22. September 2005
Benedikt XVI: Auch keusche Schwule unerwünscht

kath.net am 07. Oktober 2005
Instruktion über Homosexuelle und Priesteramt in Kürze veröffentlicht

Yahoo am 23. November 2005
Vatikan: Homosexuelle schaden dem Priesteramt
Darin warnt Volker Beck vor einer
"theologischen Verteufelung der Homosexualität"


FDP am 23. November 2005
Vatikan-Papier zu Homosexuellen völlig inakzeptabel
Darin erklärt Hans-Michael Goldmann es für
"inakzeptabel, dass nicht nur Homosexuelle, sondern sogar solche Personen, die die Homosexuellenbewegung unterstützen, vom Priesteramt ausgeschlossen bleiben sollen."

Amtseid

Bei der gestrigen Vereidigung der Bundesregierung haben Koalitionäre ihren Amtseid gemäß Artikel 56 GG abgelegt. Lediglich Justizministerin Brigitte Zypries machte von der Ausnahmeregelung Gebrauch, dass der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden kann.

Start

Am ersten Arbeitstag der Merkel-Regierung startet hiermit das Blog zum Thema "Religion und Politik".

Warum ausgerechnet diese Blogger-Vorlage?
Ganz einfach, der Stern soll eine Anknüpfung an die SARA-Flagge sein.